Funktionaler Gesangsunterricht nach Cornelius Reid

Funktionaler Gesangsunterricht heißt: Das Unmögliche möglich, das Mögliche einfach und das Einfache elegant zu machen.

Was ist funktionaler Gesangsunterricht?

Funktionaler Gesangsunterricht, wiederentdeckt vom New Yorker Pädagogen Cornelius Reid befähigt mich, Stimmen zu hohen Leistungen auszubilden. Alleine durch die drei Parameter Tonhöhe, Lautstärke und Vokal ist es möglich, die Stimme über indirekte Wege zur Selbstorganisation zu bewegen, ohne hierbei manipulativ einzuwirken. Meine Schüler singen so ohne unnötige Anstrengung, schmerzfrei und ohne heiser zu werden. Auch wenn funktionaler Gesansunterricht keine Therapie ist bestehen gute Chancen, dass, funktionelle Stimmstörungen wie hyperfunktionelle Dysphonie, hypofunktionelle Dysphonie, aber auch Knötchen und Zysten sich von alleine zurückbilden. Dieses liegt daran, dass die Stimme durch richtigen Gebrauch die Chance bekommt, sich von alleine zu regenerieren.

Die zwei Register der Stimme

Anatomisch gesehen besitzen wir zwei Stimmregister: Das Brustregister und das Falsett. Alle anderen Registerbegriffe wie Kopfstimme, Voix Mixte, Mischstimme, Mix-Voice, Belt oder Pfeiffregister basieren aus dem beiden physiologischen Registern. Diese Register lassen sich durch indirekte Mittel beeinflussen. Funktionaler Gesangsunterricht nutzt dazu Tonhöhe, Lautstärke und Vokal und die Register zu trennen und unmittelbar darauf wieder zusammenzuführen. Die Idee dahinter ist es, jedem Register einzeln beizubringen, perfekt zu funktionieren, um dann „im Team“ Höchstleistungen vollbringen zu können.

Funktionaler Gesangsunterricht nutzt sein Hauptwerkzeug: Den

Funktionaler Gesangsunterricht nutzt sein Haupt­werkzeug: Den Kehl­kopf.

Tonhöhe

Es gibt drei Parameter, die die Tonhöhe eines schwingenden Objektes, z.B. einer Saite beeinflussen können. Dieses sind Masse, Länge und Spannung. Funktionaler Gesangsunterricht hat das Ziel, dass die Tonhöhe stimmgesund erzeugt wird, nämlich durch Verkürzung des M. cricothyroideus (Ring-Schildknorpel-Muskel) und dadurch Verlängerung des M. vocalis („Stimmlippen“). Hierbei bedient sich funktionaler Gesangsunterricht der Registerisolation. Tiefe Töne isolieren das Brustregister, mittelhohe Töne das Falsett.

Lautstärke

Ein anderer Weg, die Register zu isolieren ist die Lautstärke. Laute Töne triggern das Brustregister, leise Töne eher das Falsett. Ein häufiger Fehler bei ungeschulten Sängern ist es, die Stimme durch Lautstärke immer weiter nach oben mitzunehmen. Das isolierte Brustregister wird somit bis in die Höhe genommen, in welcher das Falsett die Kopfstimme (falsettdominiert) vorherrschen sollte.

Vokal

Helle Vokale wie a und ä begünstigen das Brustregister. Dunkle Vokale wie u und o das Falsett / Kopfregister. Auch über diese Vokale isoliere ich die Register. Der Klassiker ist es, dass ein Schüler einen tiefen, lauten Ton auf „a“ singt.

Probestunde

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