Heiserkeit deutet auf eine Störung oder Erkrankung der Stimme hin. Auf Heiserkeit als Symptom einer Erkältung gehe ich hier nicht ein. Aus gesangspädagogischer Sicht habe ich in meiner Berufspraxis folgende Heiserkeitsformen beobachtet:

  • Chronische Heiserkeit
  • Heiserkeit nach dem Singen
  • Funktional-Psychogene Heiserkeit

Jede dieser Heiserkeitsformen benötigt einen spezifischen Umgang.

Chronische Heiserkeit

Ein Symptom mit vielen möglichen Ursachen. Der Arzt (Phoniater oder HNO) ist hier gefragt. Im Vorfeld versuche ich jedoch schon ein wenig der Heiserkeit auf die Schliche zu kommen:

Ursachen für chronische Heiserkeit können sein:

  • Rauchen
  • Magensäure (Reflux oder auch Erbrechen durch Essstörungen)
  • Dauerhaft falscher Stimmgebrauch

Die Behandlung dieser Heiserkeit erfolgt ursächlich.

Heiserkeit nach dem Singen

Heiserkeit nach dem Singen ist ein falscher Gebrauch der Stimme. Das Brustregister wird zu agressiv zu weit nach oben geführt. Der gut gemeinte Rat, mit besserer "Stütze" die Heiserkeit zu vermeiden verstärkt die Problematik nur. Funktionaler Stimmgebrauch ist das einzige Mittel gegen Heiserkeit. Kommt Heiserkeit durch den Gesangsunterricht, so ist es dringend nötig, den Gesangslehrer zu wechseln.

Funktional-Psychogene Heiserkeit

In mehreren Fällen kamen Schüler zu mir in den Unterricht mit heiserer Stimme. Die Stimme war dazu sehr unbeweglich und im Stimmumfang eingeschränkt. In allen Beispielen waren die Stimmen zuvor immer unauffällig. Im Gespräch stellte sich raus, dass die Schüler unter Stress standen: Das Abitur stand zum Beispiel an. Duch funktionalen Gesangsunterricht ist die Heiserkeit in unter einer Stunde zu beheben, zumindest für den Tag. Letztendlich muss die Stressursache behoben werden.